Mitarbeiterbindung Angebot anfordern

Definition Mitarbeiterbindung

Mitarbeiterbindung präzise definieren

Definition_ Mitarbeiterbindung

Die folgende Definition Mitarbeiterbindung entspricht dem aktuellen Stand der Forschung und gilt als die herrschende Standard-Definition von Mitarbeiterbindung.

Mit einer „guten Bindung“ wird umgangssprachlich eine besonders enge und belastbare Form einer Beziehung zwischen zwei oder mehreren Bindungspartnern bezeichnet. Bei einer „guten Bindung“ ist der Zusammenhalt der Bindungspartner belastbar und weitgehend immun gegen negative Einflüsse von außen.

Da Bindungen stets auf Gegenseitigkeit beruhen, sind die Perspektiven aller beteiligten Bindungspartner bei der Definition von Bindung zu berücksichtigen. Dies gilt auch für die Definition von Mitarbeiterbindung.

Zu einer Bindung gehören mindestens zwei

Bei der Definition von Mitarbeiterbindung stellen der Mitarbeiter und die Organisation als Ganzes die beteiligten Bindungspartner dar.

Die folgende Definition Mitarbeiterbindung entspricht dem aktuellen Stand der Forschung und gilt als die herrschende Standard-Definition von Mitarbeiterbindung.

Definition Mitarbeiterbindung

Mitarbeiterbindung bezeichnet den Grad des Zusammenhalts zwischen dem Mitarbeiter auf der einen Seite und der Organisation als Ganzes auf der anderen Seite.

Zu dieser Definition Mitarbeiterbindung sind einige Anmerkungen angezeigt, die Sie im Folgenden finden.

Definition Mitarbeiterbindung als „Grad des Zusammenhalts“

Die Mitarbeiterbindung, der Grad des Zusammenhalts, ist vorstellbar als die Schnittmenge aus der Bindungsbereitschaft des Mitarbeiters und der der Organisation. Die Bindungsbereitschaften und die Schnittmenge, die Mitarbeiterbindung, kann durch entsprechend ausgerichtete Fragebögen gemessen werden.

Anwendung in der Praxis: Der kleinere der beiden Bindungsbereitschafts-Werte bestimmt die Höhe der resultierenden Mitarbeiterbindung: Liegt die Bindungsbereitschaft des Mitarbeiters auf einer Skala von -10 bis 10 beispielsweise bei 3, kann die Mitarbeiterbindung keinen Wert größer 3 annehmen – selbst wenn die Bindungsangebot der Organisation bei 10 läge. Liegt letzteres jedoch nur bei 2, beträgt die Höhe der Mitarbeiterbindung ebenfalls 2.

Der in der Definition Mitarbeiterbindung erwähnte Grad des Zusammenhalts resp. der resultierenden Gesamt-Mitarbeiterbindung kann positiv, neutral und auch negativ werden. In den beiden letztgenannten Fällen wird das Auftauchen einer Alternative in den meisten Fällen zur Auflösung der Bindung führen.

Die Höhe der Bindungsbereitschaft des Mitarbeiters zu der Organisation wird auch als Arbeitgeberbindung bezeichnet.

Die „Organisation als Ganzes“: Vier Repräsentanzen

Der in der Definition Mitarbeiterbindung enthaltene Begriff der Organisation als Ganzes muss für die Anwendung in der Praxis operationalisiert werden. Die Organisation als Ganzes wird vor allem durch die Leitung der Organisation, den direkten Chef, die Kollegen und die Arbeitsinhalte repräsentiert. Diese vier Repräsentanzen werden auch als Mitarbeiterbindungs-Foki oder Mitarbeiterbindungs-Fokussierungen bezeichnet. Die gesamte Bindungsbereitschaft der Organisation ergibt sich aus den gewichteten Bindungsbereitschaften seiner vier Repräsentanzen.

Wie relevant die Unternehmensbindung, die Vorgesetztenbindung, die Teambindung und die Aufgabenbindung wiederum für die andere Seite, die Bindungsbereitschaft des Mitarbeiters sind, hängt von dessen Persönlichkeitseigenschaften ab: Mancher tendiert zu einer Identifikation mit dem Unternehmen, mancher ist besonders offen für eine Bindung zu dem Vorgesetzten, mancher sucht die Beziehung zu den Kollegen und mancher fühlt sich besonders den Arbeitsaufgaben verbunden. Doch präsent sind immer alle vier Bindungsfoki.

Die resultierende Gesamt-Mitarbeiterbindung wird durch die Schnittmengen der vier beiderseitigen Bindungsbereitschaften gebildet. Anwendung in der Praxis: Mithilfe des » Relationship Analyzers wird diese und deren Zusammensetzung abgebildet, um mögliche Ansatzpunkte zur Verbesserung der Mitarbeiterbindung zu identifizieren.

Analysen auf Basis der Definition Mitarbeiterbindung

Sicher nicht bei der der Definition Mitarbeiterbindung, aber bei der tiefergehenden Analyse der Mitarbeiterbindung in der Praxis wird zudem der » Component Analyzer verwendet, der eine Betrachtung der Bindungsebenen ermöglicht. Dabei werden vier Komponenten unterschieden: Die rationale, die behaviorale, die normative und die emotionale Mitarbeiterbindungsebene.

Die rationale Mitarbeiterbindung basiert auf Kosten-Nutzen Abwägungen und beinhaltet daher auch (arbeits- bzw. vertrags-)rechtliche Formen der Mitarbeiterbindung, wie etwa Wettbewerbsverbote oder Rückzahlungsklauseln. Die behaviorale Mitarbeiterbindung wird auch als verhaltensfortsetzende Mitarbeiterbindung bezeichnet. Die normative Mitarbeiterbindung basiert auf moralischer Verpflichtung, die emotionale auf einer Übereinstimmung der Ziele und Werte. Auch hier gilt, dass immer alle vier Komponenten vorhanden sind.

Als wirtschaftlich sinnvollste und auch nachhaltigste Form der Mitarbeiterbindung hat sich die emotionale Vorgesetztenbindung herausgestellt.

Diese Definition Mitarbeiterbindung wurde auf der Basis des Standardwerks über Mitarbeiterbindung verfasst:

Wolf, Gunther: Mitarbeiterbindung. Strategie und Umsetzung im Unternehmen. Mit Arbeitshilfen Online. Freiburg: Haufe-Lexware. Ausgezeichnet mit dem Deutschen Managementbuchpreis. ISBN: 978-3-486-58837-8. » Bei Amazon bestellen

WOLF KC Mitarbeiterbindung | Kurz und bündig
Bewertung
1star1star1star1star1star
User-Bewertung
5 based on 14 votes
Bezeichnung
Definition Mitarbeiterbindung