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Mitarbeiterbindungsfaktor Büroeinrichtung

Sicherheit und Gesundheit im Büro

Zwischen Wohlfühlen und Arbeitsanforderungen: Was zeichnet die perfekte Büroeinrichtung aus?

Sicherheit und Gesundheit im Büro

Sicherheit und Gesundheit im Büro: Die Büroeinrichtung als unterschätztes Instrument der Mitarbeiterbindung

Die Büroeinrichtung ist ein bedeutsames Instrument der Mitarbeiterbindung. Schließlich verbringen Mitarbeiter täglich mehrere Stunden an ihrem Arbeitsplatz.

Fenster, Grünpflanze, Klimaanlage, Tisch, Bein, Stuhl: Bei der Büroeinrichtung kann das Unternehmen mit geringem Aufwand bezüglich der Bindung der Mitarbeiter punkten und sich zugleich selbst einen großen Dienst erweisen.

Büroeinrichtung zählt

Nach den Richtlinien des Arbeitsschutzgesetzes muss der Arbeitgeber einen sicheren Arbeitsplatz zur Verfügung stellen. Dieser muss besonderen Anforderungen mit Blick auf die Tätigkeit und die persönliche Gesundheit gerecht werden.

Was ist gesetzlich besonders wichtig? Und wie sieht ein moderner, bindungswirksamer Arbeitsplatz heute aus?

Nur in einem sicheren Arbeitsumfeld fühlen sich Arbeitnehmer wohl. Nur, wenn sie sich sicher fühlen, erbringen Mitarbeiter ihre volle Leistung. „Safety first!“ An dieser simplen Maxime sollten sich Arbeitgeber orientieren, wenn es um die Gestaltung des Arbeitsplatzes ihrer Angestellten geht.

Sicherheit entscheidend

Während im Handwerk oder der Gastronomie es fast als Selbstverständlichkeit angesehen wird, dass Gefahrenschutzordnungen und Gefährdungsbeurteilung sich zu einem sinnvollen Gesamtbild ergänzen, wird in Büros gern zweckmäßig günstig eingerichtet. Auch Einweisungen zum Thema Gesundheit am Arbeitsplatz sind für neue Büromitarbeiter nicht in jedem Betrieb Usus.

Das Arbeitsschutzgesetz ist an dieser Stelle recht eindeutig und nimmt keine Berufsgruppe vom besonderen Schutz bei der Arbeit aus. Und auch das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) ist als ein Managementprozess zu verstehen, der in Unternehmen eine Selbstverständlichkeit sein sollte.

Arbeitsanforderungen bedeutsam

Wie ein sicherer und gesunder Arbeitsplatz aussieht, der ein „menschengerechtes“ (ArbschG) Umfeld schafft, das dem Arbeitnehmer entgegenkommt, entscheidet sich je nach Tätigkeit. Es gilt einen richtigen Weg zu finden zwischen den Anforderungen der Arbeit auf der einen und dem Wohlfühlen auf der anderen Seite. Zu gemütlich soll es ja schließlich auch nicht werden.

Es ist längst hinreichend bekannt: Mitarbeiter, die sich an ihrem Arbeitsplatz wohlfühlen, melden sich weitaus seltener krank. Sie sind engagierter und bleiben gern auch einmal länger im Büro, falls beispielsweise wichtige Projekte beendet oder Kundenanfragen beantwortet werden müssen.

Krankheitsausfälle vermeiden

Einer der häufigsten Gründe für den gesundheitlichen Ausfall von Büromitarbeitern ist noch immer das Rückenleiden. Acht bis zehn Stunden auf einem unbequemen Stuhl, an einem falsch eingestellten Schreibtisch oder vor einem zu niedrigen Monitor: Dann sind diese Schmerzen vorprogrammiert.

Ein zu dunkler Arbeitsplatz schadet den Augen, zu helle Neonbeleuchtung schlägt auf die Psyche. Nicht jeder Büroarbeiter kann an einem Stehpult oder Stehschreibtisch arbeiten und nicht alle Mitarbeiter möchten auf vermeintlich gesunde Sitzbälle ausweichen. Der Kompromiss ist hier die ergonomische Einrichtung der Büroräume.

Gesetzliche Vorgaben für Büros

Einige Grundregeln zur Büroausstattung gelten in allen Berufen, in denen an Schreibtischen oder vor dem Monitor gearbeitet wird. Die vorgeschriebene Arbeitsfläche beträgt 1,28 Quadratmeter. Für einen Einzelarbeitsplatz entspricht dies einer Tischabmessung von 160 x 80 Zentimetern.

Der Arbeitsplatz selbst darf an keiner Stelle weniger als 1 Meter tief sein und muss mindestens 1,5 Quadratmeter betragen. Die Erfahrung lehrt, dass Mitarbeiter in Büros lieber etwas mehr Raum zur Verfügung haben, um die Beine ausstrecken zu können und um Raum zum Drehen des Stuhls zu haben.

Mit dem Maßband

Darum ist für die Beine gesetzlich zusätzlich ein Raum von mindestens 60 x 65 Zentimetern freizuhalten, besser sind 69 Zentimeter. Die maximale Arbeitshöhe liegt bei 75 Zentimetern. Diese Arbeitshöhe ist nicht das gleiche wie die Tischhöhe: Einer Einrichtung von variablen Tischhöhen steht das Gesetz nicht im Wege, falls Mitarbeiter lieber im Stehen arbeiten.

Eine Ausweichmöglichkeit zum Sitzen dagegen ist Vorschrift in Büros. Mehr zu den Richtlinien zur Arbeitsplatzgestaltung finden Sie unter https://www.kaiserkraft.de/ratgeber/der-kaiser-kraft-einkaufsratgeber/buero/richtlinien-zur-arbeitsplatzausstattung/.

Auf den Stuhl achten

Besonders zentral ist die Qualität des Bürostuhls. Hier gibt es gesetzlich keine konkreten Vorgaben, außer dass der Stuhl einer Sitztätigkeit von 8 Stunden am Tag gewachsen sein muss. Spezielle Einrichtungshäuser für Büromobiliar können beraten, welcher Stuhl zu welcher Tätigkeit passt.

Die Stuhlhöhe sollte individuell regelbar sein, um besonders großen oder kleineren Menschen variable Sitzhöhen zu ermöglichen. Armlehnen sind kein Muss. Sie können jedoch bei Stellen, die mit besonders langen Computer-Arbeitszeiten verbunden sind, eine gute Stütze sein.

Licht und Luft

Die Lehne muss eine aufrechte Haltung ermöglichen. Durchgängige Rückenlehnen helfen, Rückenschmerzen vorzubeugen. Für kurze sitzende Tätigkeiten kann hier ein Kompromiss in der Ausstattung getroffen und eine nicht durchgängige Lehne gewählt werden. Die Lehne muss nachgeben, sowohl durch Material als auch Mechanik. Nur dann ist der Stuhl als Bürostuhl geeignet.

Bei den Anforderungen an Beleuchtung und Klimatisierung der Büroräume sollten Arbeitgeber sich an der Beschaffenheit der Gebäude und der Tätigkeit orientieren. Büros mit Kundenempfang folgen anderen Anforderungen als persönliche Einzelbüros. Wichtig ist jedoch der Lärmschutz.

Prima Arbeitsklima

In Großraumbüros kann durch Trennwände und akustik-aktive Wände und Decken ein besseres Klima geschaffen werden. Die Höhe von Monitoren richtet sich nach den individuellen Bedürfnissen der Mitarbeiter. Darum sollten Tischplatten in der Höhe skalierbar sein. Die oberste Bildschirmzeile darf dabei nie höher liegen als auf Augenhöhe.

All diese Maßnahmen sind zumeist recht kostengünstig umsetzbar. Am Ende profitieren Arbeitgeber und Arbeitnehmer gleichermaßen von einem ergonomisch eingerichteten, sicheren Arbeitsplatz und der neu gewonnenen Zufriedenheit mit der Tätigkeit.

Bitte nehmen Sie Kontakt zu uns auf, wenn Sie mit einem Mitarbeiterbindungs-Experten über Büroeinrichtung als Instrument der Mitarbeiterbindung in Ihrem Unternehmen sprechen möchten.

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Bezeichnung
Büroeinrichtung als Instrument der Mitarbeiterbindung

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